Tag2 Zum Monte Guadagnolo

Bei prächtigem Sonnenschein geht es vom Startpunkt in Pisoniano los. Links oben in der Ferne sieht man das Ziel. Hier sieht man das Kloster Mentorella, wo der Papst mal zu Gast war. Wir wandern auf seinem Pilgerpfad. Zunächst geht es abwärts durch ein Tal, ehe wir aufsteigen können. P1080690 Der weiße Pfad aus Gänseblümchen sieht einladend aus... P1080692 P1080694
Noch ist der Weg gemütlich und breit, die navigatorische Expertise wird erst später gefragt sein. Komisch, nach diesem breiten Pfad landen wir doch wieder irgendwo im Nichts, nachdem ein Stacheldraht den weiteren Weg versperrte. Ein trockenes Flußbett scheint der Pfad zu sein, den Claudia entdeckt hat. Sind wir hier noch richtig? Achtung, Baum fällt! Torsten kann völlig entspannt grinsen trotz steilem Aufstieg, da Claudia den Weg mit diesen roten Pünktchen wieder gefunden hat - die der Rot(h)er Wanderführer gar nicht kennt. Ab (bzw. auf) durch's Unterholz. Was ist da eigentlich der Wanderweg??? Wohl einfach nur hoch wo der blaue Himmel lockt! Oben angekommen? Von wegen! Nach dem steilen Aufstieg gibt es eine erste Pause, ehe die nächste Etappe bergauf in Angriff genommen wird. Ein herrlicher Ausblick belohnt für den anstrengenden Marsch. Der Schnee bleibt aber in der Ferne, auf dieser Tour kommen wir nicht über weiße Felder.
P1080716 Das sind schon die Felsen von Guadagnolo, dem höchsten Dorf des Latiums [mit Greetings an die Rückfahrtunterhaltung "Der Dativ ist dem Genititv sein Tod". P1080718 Laut Wanderführer erwartet uns in Guadagnolo eine tolle Osteria, also sieht man hier einen motivierten Wanderer, der weg vom tollen Ausblick weiter bergauf quengelt. Die Felsen kommen aber einfach nicht näher und wirken unüberwindlich. Jedoch finden hier Bergziegen ... und Claudia ... leicht ihren Weg. Während die Kühe im Tal bleiben müssen. Man beachte den roten Strich, hier geht also der Wanderweg lang :-)
Den Felsen haben wir schon mal erreicht, aber von dem Dörfchen ist nix zu sehen. Die Funkantennen weisen den Weg zur Zivilisation. Da strebt ein unscheinbarer blauer Punkt zwischen gigantischen Felsen voran... Wir hoffen mal, dass da jetzt nix runter fällt. P1080735 Ah, oben angekommen finden wir das versprochene Gipfeldorf und ein Ristorante. Nur das Schild "aperto" Wohin geht es? Die präzisen Angaben der Schilder helfen natürlich, auf den richtigen Weg zu kommen. Kurz entschlossen folgenden wir dem blauen Wegweiser. P1080742
Ahh, hier wird das Kloster sichtbar. Jetzt schauen wir nicht mehr von unten herauf, sondern können uns das ganze aus der himmlischen Perspektive betrachten. P1080749 P1080750 Vor den Toren des Klosters geben wir uns weltlichen Genüssen hin (Bier, Kekse, Spiele) und lauschen den Gesängen der Mönche zur Vorbereitung auf das Osterfest. Hier steigen wir wieder auf dem Papst-Weg ab Richtung Tal. Claudia, hast Du was vergessen? Wem passt der versteinerte Fuß? Wir finden keine passende Statue hierzu. Aus dieser Sicht versteckt sich das Kloster hinter den Felsen.
Geläutert von der Pilgerung kann Claudia mit weißer Weste absteigen. P1080762 Ein Bachbett zeigt sich wieder, aber diesmal können wir auf einem richtigen Weg bleiben und kommen sehr viel schneller voran. Liebste Claudia, Vergißmeinnicht! Mit 2 Farben ist der ganze Waldboden bunt gestaltet. Geschafft! Pünktlich zum Verlassen des Waldes kommt nochmal kurz die Sonne raus. Danke lieber Johannes II. Solch zarte Blümchen:-) Claudia schnuppert am Flieder.
Von diesem Berg herabgekommen, geht es über ein Tal mit wässriger Wiese wieder zurück. Nun ja, irgendwann kommt die Einsicht, mir lieber über die hier links sichtbare Seite zu folgen :-) Hier sieht man den Einschnitt, durch den wir bei Beginn der Tour aufgestiegen sind. Bella Donna, wie sie leibt und lebt. Alles dreht sich nur um sie :-)